Unsere Welpenprägung

An dieser Stelle möchte ich denjenigen Interessenten an einem Welpen, die noch nicht die Möglichkeit hatten uns zu Besuchen,
einen kleinen Einblich dahin geben, was mit unseren Welpen VOR der Abgabe geschieht, und was uns wichtig ist.


Heute habe ich gerade mal etwas Zeit und möchte Ihnen noch etwas ausführlicher über unsere Welpenaufzucht berichten.
Schliesslich hatten Sie selber wahrscheinlich noch keine Gelegenheit sich bei uns umzusehen.
Wie Sie vielleicht schon unserer Homepage entnommen haben, legen wir sehr viel Wert darauf, dass unsere Nachzucht schon im Welpenalter bestens geprägt und sozialisiert wird.
Was wir hier vor Ort im Welpenalter schon dafür tun können, das machen wir selbstverständlich, wie ich denke sehr ausführlich und gewissenhaft.
Dazu gehören z. B. möglichst vielseitige Anregung von Spiel-und Umweltreizen schon auf dem Welpenspielplatz.
Das sind zum Beispiel Tunnel zum durchlaufen und von aussen gegentapsen für die Welpen
( ähnlich wie die Agilitytunnel ) oder z.B. ein Zelt mit Plastikboden und flatterndem Stoff vor den Eingängen.
Hier lernt der Welpe schon verschiedene Untergründe kennen und er lernt keine Angst vor nicht einsehbaren Eingängen zu haben.

Weiter bieten z.B. kleine, mit Kieselsteinchen gefüllte Eimerchen, die an den Ästen angebunden sind, durch das Innenleben, beim Anstossen rasselnde Geräuschreize,
die die Welpen neugierig machen und sie animieren alles genau zu untersuchen.

Ringe, die an Seilen von den Ästen hängen werden beklettert und Beine oder das Köpfchen hinein gesteckt.
Der Welpe lernt so sehr schnell, dass er keine Panik bekommen braucht, wenn er denn mal einen kleinen Moment braucht, um sich wieder zu befreien und das Bein zurück zu ziehen.
Seile, die von den ästen hängen animieren die Welpen meist gleich zu mehreren sich tolle Ziehwettkämpfe zu liefern.
Das sind alles ganz prima Anreize, die den Welpen schon früh viele Möglichkeiten der Prägung bieten.

Ab ca. der 4. Woche, wenn die Welpen richtig hören können, lassen wir mehrmals täglich eine Kassette mit den verschiedensten Geräuschen im Welpenraum abspielen.
Da sind solche Schocker wie z.B. Presslufthammer, Bahnhofslärm, Flugzeuglandungen, Motorsägen und vieles, vieles mehr drauf.
Sie glauben gar nicht, wie toll das die Welpen später auf Geräusche prägt.
Hier ist noch kein Hund aus dem Haus gegangen, der empfindlich auf Geräusche reagiert hä&tte.
Fällt z.B. hier drinnen mal einer meiner Edelstahlnäpfe mit lautem Scheppern auf den Boden, so interessiert das meine Kollegen nicht einmal so weit, dass die deshalb aufstehen würden.
Ich finde solche Möglichkeiten der Prägung zu nutzen sollte an sich eine Pflichtübung für den gewissenhaften Züchter sein.
Funktionieren tut das allerdings nur, wenn man denn eben KEINE Zwingerhaltung betreibt, was leider ja meistens doch der Fall ist.
Unsere Welpenstube befindet sich im hinteren Teil des Hauses direkt Wand an Wand mit unserem Schlafzimmer.
Das ist aber fast egal, denn die ersten drei Wochen schlafe ich sowieso auf einer Matratze bei den Welpen.
Vom Welpenzimmer aus kommen die Babys zunächst auf die Terrasse, so dass sie auch mal bei Regen ohne matschig zu werden hinaus können zum Erledigen der Geschäfte.
Anschliessend geht es weiter auf die Spielwiese von der ich ja schon berichtet habe.
So ca. ab der 6. Woche kommen die Kinder umschichtig paarweise mit ins Haus um sich mit allem vertraut zu machen, was zum Leben als Familienhund IM HAUS dazu gehört.
Dieses mache ich nur paarweise, da man bei 9 oder 10 Kindern auf einmal drinnen gar nicht schnell genug ein Chaos verhindern kann und dann nicht die Möglichkeit hat dem Einzelnen beizubringen was er darf und was nicht !!!
In der Regel gehen unserer Welpen weitestgehend stubenrein aus dem Haus.
Es kann ganz vereinzelt mal passieren, dass der ein oder andere im neunen zu Hause noch mal etwas drinnen verliert. das kommt aber dann nur davon, das er die neuen Gegebenheiten noch nicht kennt.
Vom letzten Wurf z.B. hat KEINER der Babys im neunen zu Hause etwas verloren, wo es nicht sein soll.
Das kommt daher, dass die Welpen hier beim Aufwachsen schon die Möglichkeit haben ihren Instinkten zu folgen. KEIN Welpe beschmutz freiwillig SEIN Nest und SEINEN Bereicht.
Man sieht das ganz deutlich!!
So bald die kleinen Kerlchen krabbeln können versuchen sie sich für die Geschäfte immer weiter vom Nest zu entfernen.
Das fäng an, mit dem Kabbeln in der Wurfkiste in die hinterste Ecke für das grosse Geschäft.
So bald die Kleinen kräftig genug auf den Beinen sind, verlassen sie sofort die ganze Kiste für das Geschäft und weiter folgen arbeiten sie sich vor bis in Richtung Ausgang, dann auf die Terrasse, dann auf den Rasen, bis hin in die hinterste Ecke des Grundstücks.
Ich denke, dieses Verhalten zeigt ganz deutlich, wie sehr die angeborenen Instinkte unter einer Zwingerhaltung leiden müssen, denn KEIN Welpe macht freiwillig dort, wo er auch lebt und schläft.
Wird er jedoch schon von Anfang an gezwungen seinen Instinkten zuwider zu handeln, so kann man von ihm nicht erwarten, dass diese im neunen Heim bei den neuen Besitzern auf einmal schlagartig wieder da sind und der Hund stubenrein ist !!!
Ach, zu diesem Thema gäbe es noch so viel zu berichten, das sollte aber mal in aller Ruhe bei einem persönlichen Gespräch passieren.

Nun aber noch etwas zu dem, was bei uns zur Abgabe eines Welpen dazu gehört.

Zuallererst und am Wichtigsten erscheint es mir zu betonen, das im Kaufpreis eine kompetente Beratung und Betreuung das ganze Hundeleben lang mit enthalten sind.
Wir wünschen uns stets einen guten Kontakt zu unseren Welpeneltern zu erhalten und stehen selbstverständlich stets mit Rat und Tat zu Seite.
Es haben sich über die Jahre schon sehr nette Kontakte und sogar gute Freundschaften hieraus entwickelt.

Noch zu bemerken wäre, dass kein Hund bei und "nackt" aus dem Hause geht.

Zur Welpenausstattung gehören zum Beispiel Futter für die erste Zeit, die nächste Wurmkur, Zusatzpräparate zur Fütterung, ein Schmuseteddy, Spielzeug, Kamm oder Bürste, ein Welpenset mit Welpenfibel und Futter, Halsband und Leine, diverse Leckerchen, eine Schmusedecke mit dem gewohnten Geruch der Heimat behaftet und natürlich ausführliches Infomaterial, wie Futterplan, Erziehungstipps, Impf- und Entwurmungsschema, Pflegetips und vieles Mehr.
Ich denke, wir können mit Fug und Recht behaupten, dass wir uns Mühe geben wie nur sehr, sehr wenige Züchter und dass wir wirklich alles erdenkliche tun um unseren Babys einen guten Start ins neue Leben zu bescheren.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen so einmal etwas ausführlicher einen Einblick in unsere Zuchtphilosophie geben.

Vielleicht bis zu einem perönlichen Besuch bei uns, Sylvia Sälzer.


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